Light in Africa,
Deutschland e.V.

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Im Land der Maasai

- ein Bericht von Mama Lynn -

Ungefähr ein Jahr nach der Gründung von „Light in Africa“ hatten wir die Ehre, eine Delegation der Maasai-Krieger unter ihrem Vorsitzenden Vincent bei LIA zu empfangen.
Erfreut darüber zeigten wir unseren Besuchern die verschiedenen Abteilungen unseres Zentrums.
Die Maasai waren erschrocken, als sie sahen, dass ich und die anderen Pfleger auch die Kinder, welche mit dem HIV/Aids-Virus infiziert sind, umarmten und küssten.
Sie sagten uns, dass sie nie zuvor solche Liebe für diese betroffenen Kinder erlebt hatten, und luden mich daraufhin ein auch ihr Dorf zu besichtigen.
Ich stimmte gern zu.

Die Reise zum Dorf der Maasai war äußerst problematisch.
Die Regenfälle hatten überflutete Schlaglöcher zurückgelassen und unser Wagen blieb darin hängen, so dass wir im knietiefem Wasser aussteigen und den Wagen daraus befreien mussten.

Bei unserer Ankunft wurden wir herzlich empfangen.
Ich traf viele Witwen und Waisenkinder, die nach dem Tod ihrer Männer
und/oder Eltern, welche in vielen Fällen aufgrund von Aids gestorben sind, ohne jegliche Unterstützung lebten.

Vincent, der Vorsitzende der Maasai, bat mich, ein Zentrum wie „Light in Africa“ zu errichten.
Er würde mir das benötigte Land geben, um den Menschen in seinem Dorf zu helfen.

Und so begannen unser Unterstützungsprogramm im Land der Maasai.

Seither führen wir regelmäßig eine provisorische Ambulanz vor Ort durch.
Unser medizinisches Team behandelt dabei zwischen 70 und 100 Patienten.
Wir behandeln allgemeinen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Wurmbefall, Malaria oder mögliche Atemwegsinfektionen.
Bei den dringendsten Fällen geben wir den Patienten auch gezielte finanzielle Unterstützung, um sich sofort im ca. 50 km entfernten Krankenhaus behandeln zu lassen.

Wie viele andere Maasai-Dörfer, so hat auch Lerai noch immer keine Elektrizität, und eine Wasserleitung wurde erst vor einem Jahr in der Mitte des Dorfes installiert.
Davor mussten die Menschen 2-3 Stunden laufen, um Wasser in Eimern zu holen.

Vieles haben wir in Lerai schon erreicht und wir freuen uns auf die Schritte und Herausforderungen, die noch kommen werden.

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