Light in Africa,
Deutschland e.V.

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"Light in Africa", wie es sich bis heute entwickelt hat

Bald wuchs die Zahl der Kinder an und aus Mama Lynn wurde rasch Mutter von 30 Kindern im "Sonu-Childrens-Home".

Es ist schwer vorstellbar, dass die gesamten Arbeitsschritte, die bei der täglichen Erziehung und Pflege anfielen von nur einer Person und ohne Elektrizität und fließendes Wasser verrichtet werden konnten.

Windeln und Kleider mussten von Hand gewaschen werden, Wasser musste vom Fluß zum Center getragen werden.

Enorme Mengen an Lebensmitteln mussten zu Fuß auf dem Markt gekauft und dann (zunächst noch) auf offenem Feuer gekocht werden.

Die Babies und Kinder brauchten Betreung, Fürsorge und später auch Schulbildung...aber vor allem eine dicke Portion an Zuneigung und Liebe, da die meisten aufgrund tragischer Schicksalsschläge ihren Weg ins Center (Sonu-Childrens-Home) gefunden hatten.

Um all dieser Arbeit gerecht zu werden, stieg mit der Anzahl der Kinder auch die Zahl der Mitarbeiter stetig an.

Heute ist Mama Lynn, wie sie selber sagt, "stolze Mutter" von über 200 Babies, Kindern und Jugendlichen und beschäftigt über 40 Mitarbeiter.

Zudem erfährt Mama Lynn tatkräftige Unterstützung durch ihre eigene Familie.

Gegen Ende des Jahres 2002 schloß sich Mama Lynns Sohn Marcus "Light in Africa" an und übernimmt seither vor allem die Aufgaben in der Landwirtschaft.

Mittlerweile hat Marcus in Tansania auch eine eigene Familie gegründet und arbeitet jetzt zusammen mit seiner Frau für "LIA".

Seit Anfang des Jahres 2003 befindet sich das Kinderheim in Boma.

Boma liegt nahe der Hauptverkehrsstraße zwischen Moshi und Arusha und bedeutet allein schon durch die bessere Erreichbarkeit eine enorme Erleichterung für Mama Lynn und ihre Mitarbeiter, wie z.B. bei Verrichtungen des täglichen Lebens.

Ein weiterer Vorteil ist die (zumindest meist) vorhandene Elektrizität und fließendes Wasser.

Im Jahr 2007 begann der Bau des Kinderdorfes in Boma. Die Kinder haben vorher in mehreren gemieteten Häusern gelebt. Immer wieder gab es Probleme mit den Besitzern dieser Häuser, plötzliche Miterhöhungen oder Klagen auf Eigenbedarf verursachten ein ständiges Gefühl der Unsicherheit. Zudem sollte die Kinder in familienähnlichen Verhältnissen mit ausgewählten Bezugspersonen aufwachsen, was anhand des raschen Wachstums des Kinderheimes erschwert wurde. Mit dieser Problematik im Hintergrund entstand die Idee des Kinderdorfes und wurde bzw. wird bis heute realisiert:
Das Tudor Village entstand !
Bis zum heutigen Tag sind sechs Häuser fertig, die den Kindern ein neues Zuhause bieten. Es gibt einen Spielplatz mit vielen Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. Die Kinder können auf dem großen Außengelände toben und spielen und sich gegenseitig in ihrem Zuhause besuchen. Im Moment befindet sich ein siebtes Haus im Aufbau und die große Küche wurde dieses Jahr fertig gestellt.

Desweiteren hat LIA im Jahr 2006 ein weiteres Kinderheim in Mererani eröffnet. Die Gegend um Mererani ist durch die Tanzanite-Minen (blaue Edelsteine) geprägt. Viele Menschen suchen hier ihr vermeintliches Glück. Dies bedingt, dass sich die gesellschaftliche Struktur hier von jener in anderen Regionen Tanzanias grundsätzlich unterscheidet: Soziale Netzwerke und familiäre Bindungen sind selten, jeder sucht auf „eigene Faust“ sein Glück. Die Gegend weist eine hohe HIV/Aids-Rate, Kriminalität, Prostitution und Missbrauch jeglicher Art auf.
Gerade die Kinder sind besonders von diesen schwierigen und harten Lebensumständen betroffen. Seit dem Jahr 2006 entstanden in Mererani zwei Häuser, die vielen Kindern nun ein neues Zuhause bieten. Zudem wurde eine „Food-Kitchen“ in Mererani eingerichtet, ein Ort, an dem bedürftige Kinder eine warme Mahlzeit pro Tag empfangen können.

Neben dem eigentlichen Kinderheim begleitet, engagiert und unterstützt "LIA" zusammengefasst noch folgende Projekte:

LIA ist heute eine anerkannte NGO ( Non-Government-Organisation), d.h. es ist weder eine staatliche, noch kirchliche Institution, obgleich Mama Lynn und ihre Familie sehr stark mit dem christlichen Glauben verbunden sind.

Dennoch werden alle um Hilfe suchenden Menschen gleich behandelt, egal welcher Religion oder Ethnie sie angehören, ob HIV negativ oder positiv.

LIA finanziert sich allein aus Spenden und dem selbstlosen Engagement von Mama Lynn und ihrer Familie.

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