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Infos zu Tansania

(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Die Vereinigte Republik Tansania
(United Republic of Tanzania) Jamhuri ya Muungano wa Tanzania (Swahili) ist ein Staat in Ostafrika. Sie liegt am Indischen Ozean und grenzt an Burundi, Kenia, Malawi, Mosambik, Ruanda, Uganda, Sambia und die Demokratische Republik Kongo. Zu dem Staat auf dem Kontinent gehören die vorgelagerten Inseln Sansibar.
Das Staatsgebiet von Tansania grenzt an drei der größten Seen Afrikas: im Norden an den Viktoriasee, im Westen an den Tanganjikasee und im Süden an den Malawisee. Im Norden Tansanias liegt die Serengeti (Masai-Sprache = "weites Areal", "große Ebene"), einer der berühmtesten Nationalparks Afrikas.
Entlang der flachen Küste Tansanias herrscht ein tropisches Klima, während in den Bergen im Norden, Süden und Westen das Klima gemäßigt ist. Im Nordosten des Landes, unweit der Grenze zu Kenia, erhebt sich das höchste Bergmassiv Afrikas, das Kilimandscharo-Massiv, dessen höchste Stelle - der Uhuru Peak - auf dem Berg Kibo 5.895 m ü. NN liegt.

Vereinigte Republik Tansania
Amtssprache Swahili, Englisch
Hauptstadt Dodoma
Regierungssitz Daressalam
Staatsform Präsidialrepublik
Staatsoberhaupt Präsident Jakaya Kikwete
Regierungschef Edward Lowassa
Fläche 945.087 km²
Einwohnerzahl 36.766.356 (Stand Juli 2005)
Währung Tansania-Schilling

 

Die Bevölkerung Tansanias wächst weiterhin stark an. Zur Zeit sind etwa 44 Prozent der Menschen unter 14 Jahre alt, so dass mit einem weiteren Bevölkerungsanstieg zu rechnen ist. Zugleich muss man aufgrund weit verbreiteter Armut und der relativ hohen Verbreitung von AIDS von einer hohen Sterblichkeitsrate ausgehen. Schätzungsweise 20 Prozent der Einwohner sind mit dem HI-Virus infiziert (Stand 2003).
Die Bevölkerung besteht auf dem Festland zu 95 Prozent aus Afrikanern (21 Prozent der Gesamtbevölkerung Sukuma und Nyamwezi, 9 Prozent Swahili, 7 Prozent Hehe und Bena, 6 Prozent Haya, 6 Prozent Makonde, 2 Prozent Massai und andere ethnische Gruppen). Diese gliedert sich in etwa 130 Gruppen und Untergruppen auf. Außerdem leben in Tansania Araber, Pakistaner, Inder und Europäer.
90 Prozent der Einwohner sprechen eine Bantusprache, sonst werden Nilotische Sprachen und hamito-nilotische Sprachen gesprochen. Es gibt keine de jure Amtssprache. Allerdings ist Swahili die Nationalsprache. Das Englische, das zur Britischen Kolonialzeit zur Administration der Kolonie gebraucht wurde, ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Jedoch wird der Unterricht auf weiterführenden Schulen weiterhin auf Englisch erteilt.
Das Küstengebiet sowie die ehemaligen Karawanenstraßen sind überwiegend bis stark islamisch geprägt. Etwa 30 % der Bevölkerung sind islamisch (auf Sansibar 95 %). Im Binnenland von Tansania hat sich das Christentum sehr verbreitet und ca. 45 % sind christlich. Überall finden sich auch Anhänger der traditionellen Religionen, deren Riten oft auch von Christen und Muslimen mit beachtet werden. Die Küstenregion war lange Zeit Siedlungsgebiet von Händlern, die regen Austausch mit arabischen Gebieten pflegten. Dieses Gebiet wurde im 16. Jahrhundert von Portugiesen, dann von Arabern aus Oman (s. Sansibar) und am Ende des 19. Jahrhunderts von Deutschen besetzt (Deutsch - Ostafrika, 1889-1918).

Seit 1920 stand die Region als Völkerbundsmandat (nach dem Zweiten Weltkrieg als Treuhandgebiet der UNO) unter britischer Verwaltung.
Am 9. Dezember 1961 erhielt Tanganjika die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Kurz nach der Unabhängigkeitserklärung von Sansibar am 10. Dezember 1963 verbanden sich die beiden Staaten Tanganjika (Tan) und Sansibar (San) und gründeten am 26. April 1964 die Vereinigte Republik Tansania. Erster Staatspräsident wurde Julius Kambarage Nyerere. Nyerere und seine Anhänger strebten den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft in Tansania an, verstaatlichten die Banken, führten Bildungs- und Landreformen durch. Ziel Nyereres war ein spezifisch afrikanischer Sozialismus.

1992 endete dann das Einparteiensystem, und zum ersten Mal 1995 seit den 1970er Jahren fanden demokratische Wahlen statt, bei denen jedoch die vorherige Regierungspartei CCM ihre Stellung behaupten konnte.
Seit 1995 ist Frederick Sumaye von der CCM Ministerpräsident. Im Dezember 2005 endete die zweite und laut Verfassung letzte Amtszeit des Staatspräsidenten Benjamin Mkapa. Seine Partei hatte in hart umkämpften internen Wahlen den gegenwärtigen Außenminister Jakaya Kikwete zum Kandidaten ernannt. Kikwete wurde nach seinem Wahlsieg am 21. Dezember 2005 als neuer Präsident vereidigt.
Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, von der in der Folge der Handel Tansanias wesentlich abhängig ist. Tansania ist etwa zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland, besitzt aber weniger als die Hälfte der Bevölkerung.
Steigende Preise auf dem Lebensmittelsektor führten dazu, dass die privaten Einkommen überwiegend für Lebensmittel aufgebraucht werden. Angesichts der Armut in Tansania wurde dem Land 2001 von der Weltbank ein Schuldenerlass gewährt. Bergbau und Tourismus sind Wirtschaftszweige, die zunehmend erfolgreich sind.
Im wesentlichen werden Cashewnüsse (18,3%), Kaffee (14,3%), Mineralien (13,2%), Tabak (8%) und Baumwolle (5,2%) (Stand: 1999) ausgeführt.
Ein weiterer bekannter Exportartikel Tansanias ist der im Viktoriasee gefischte, in Deutschland unter dem Namen Viktoriabarsch vermarktete Nilbarsch. Die Bedingungen, unter denen dieser Fisch mit Förderungsmitteln der Europäischen Union vor Ort verarbeitet und nach den Absatzmärkten in Europa, Russland und Japan ausgeflogen wird, beschreibt der Dokumentarfilm Darwins Alptraum des österreichischen Filmemachers Hubert Sauper.
Es gibt in Tansania mehrere Universitäten und andere höhere Bildungseinrichtungen: Die bekannteste Universität ist die University of Dar es Salaam.
Nationalfeiertag ist der 26. April, Tag der Union zwischen Tanganjika und Sansibar (1964). "Sikukuu ya Uhuru" 9. Dezember, Tag der Unabhängigkeit (1961).


Moshi

ist eine Stadt im Nordosten von Tansania am Südhang des Kilimanjaro und unweit der Grenze zu Kenia. Im Jahr 2005 hat die Stadt laut Schätzungen etwa 156.000 Einwohner.
Viele Menschen in Moshi und Umgebung gehören zum Volk der Chagga. Moshi ist Universitätsstadt und verfügt über ein gut ausgestattetes Krankenhaus mit mehreren Fachbereichen am Rande der Stadt.
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen katholische und lutherische Missionare in die Gegend um Moshi, was u.a. ein Faktor war, der dazu führte, dass das Niveau des Bildungssystems in der Stadt über dem des Landes liegt. Mit den Missionaren kam auch der Arabica-Kaffee in die Gegend, der für die Wirtschaft von großer Bedeutung wurde.
Kaffee, Yams und Bananen gehören zu den am häufigsten angebauten Nutzpflanzen, dabei sind die beiden letzteren vor allem für den Eigenbedarf (Subsistenzwirtschaft), während der Kaffee exportiert wird. Durch die Nähe zum Kilimanjaro spielt der Tourismus eine gewisse Rolle in Moshi, jedoch nicht so stark wie beispielsweise in Arusha, wo die meisten Safari-Touren in Tansania beginnen.
Moshi ist über eine apshaltierte Straße mit Arusha verbunden, der anderen wichtigen Stadt im Nordosten des Landes. Die Bahnstrecke von Moshi nach Tanga ist inzwischen nicht mehr in Benutzung. In unmittelbarer Umgebung der Stadt befindet sich einer der beiden großen internationalen Flughäfen Tansanias: der Kilimanjaro International Airport.

 

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