Light in Africa,
Deutschland e.V.

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Die Geschichte von LIA

Wie alles begann :

Wir möchten euch die Geschichte von „Light in Africa“ erzählen, die mit der Reise der Engländerin Lynn Elliott im November 1999 beginnt.

In jenem Jahr beschloß sie aus einem Bauchgefühl heraus eine 4-wöchige Reise in das ihr völlig unbekannte Tansania zu machen. Genauer gesagt führte sie ihr Weg nach Moshi, einer kleinen Stadt am Fuße des Kilimanjaros, dem Dach Afrikas.

Ihr Interesse galt dabei nicht den bekannten Touristenattraktionen, wie die Besteigung des Kilimanjaros oder eine Safari in der Serengeti, sondern ihr Interesse galt den Menschen und somit tauchte sie mitten hinein ins afrikanische Leben.

Was ihr hierbei begegnete sollte ihr Leben für immer verändern.

Inmitten einer so reichen, fröhlichen, warmen und gastfreundlichen Kultur wurden ihr bei näherem Betrachten auch die Schattenseiten offenbart:

Mit dem festen inneren Beschluss wiederzukommen, kehrte Lynn Elliott nach diesen vier Wochen in ihre englische Heimat zurück.

Innerhalb kürzester Zeit schaffte sie dort das nahezu Unmögliche:

Unter dem, zu diesem Zeitpunkt noch fiktiven, Namen „Light in Africa“ (LIA) gründete sie einen Spendenfond und erreichte unglaublich viele Menschen, die sie für ihre Vision von einem Kinderheim in Tansania begeistern konnte.

Mit dieser klaren Vision vor Augen verkaufte sie all ihr Hab und Gut und kehrte, diesmal mit ihrem 10-jährigen Pflegesohn Tom , wie versprochen nach Tansania zurück: in ein neues Leben, in ein Land, dessen Sprache (Kiswahili) sie nicht beherrschte, ohne soziale Absicherung und zunächst ohne ihre Familie.

Innerhalb von nur zwei Monaten fand sie mit der Unterstützung eines tanzanischen Pastors ein geeignetes Gebäude am Fuße des Kilimanjaros .

Dieses erste Haus, auch bald als „Sonu-Childrens-Home“ bekannt, befand sich inmitten der fruchtbaren Vegetation des Kilimanjaros und war nur über kleine Trampelpfade oder holprige Lehmstraßen zu Fuß zu erreichen.

Da es in dieser abgelegenen Region das bisher einzige Kinderheim war wurden täglich viele Schicksale an Lynn Elliott herangetragen und ihr wurde schnell bewußt, daß weitaus mehr Menschen Hilfestellung zuteil werden musste, wie z.B. in Form von medizinischer Betreuung, Aufklärung und Vermeidung von Mangelernährung etc.

Zusammengefasst, der Familie als Ganzes musste geholfen werden.

Doch immer wieder stieß sie auf hilfsbedürftige Kinder, deren Eltern bereits verstorben waren oder die nicht in der Lage waren, ihr Kinder zu ernähren.

Die Zahl der aufgenommenen Kinder des neu gegründeten „Sonu-Childrens-Home“ stieg stetig an.

So wurde aus Lynn Elliott „Mama Lynn“.

Dazu ein Auszug aus Lynn's Berichten, in ihren eigenen Worten:

„Ich hatte von dem Schicksal dreier Kinder gehört, deren Eltern bereits an AIDS gestorben waren. Die älteste Tochter, 8 Jahre, musste die gesamte Verantwortung für sich und ihre zwei jüngeren Brüder tragen, da niemand in der Lage war, sich ihrer anzunehmen.

Als ich dort ankam, fand ich drei abgemagerte Kinder, die seit Tagen nichts zu Essen gehabt hatten. Der Zweitgeborene hatte schwere Verbrennungen an Kopf und Körper aber der Jüngste machte mir am Meisten Sorgen. Durch seine schwere Unterernährung hatte er das Gewicht und Aussehen eines vier Monate alten Babys, doch zu meinem Entsetzen musste ich feststellen dass er bereits dreizehn Monate alt war. Es war kaum vorstellbar, dass er überleben würde.

...

Diese Kinder sollten zu den ersten gehören, die unser Center belebten und ich bin glücklich und froh , dass sie uns bis heute viel Freude machen.“

 

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