Light in Africa,
Deutschland e.V.

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Aktuelles

29. Februar 2016

Liebe Mitglieder, Spender, Interessierte und Freunde von Light in Africa, Deuschland e.V.

 

mittlerweile ist es ja schon fast Tradition, dass unser Jahresbericht erst im Februar erscheint :o)...und mit Traditionen sollte man ja nicht (immer) brechen :o)

Im Namen von Light in Africa, Deutschland e.V. hoffe ich, dass ihr und Sie alle einen wundervollen Start in das neue Jahr erlebt habt/haben und dass es euch/Ihnen trotz allem, was auf dieser kleinen, großen, komplizierten, verrückten und manchmal nicht nachvollziehbaren, aber zeitgleich auch immer wieder wunderschönen Welt passiert, gut geht.

 

Diese Jahr möchte sich Lynn K. Gissing (Mama Lynn), die Gründerin von Light in Africa, direkt bei Ihnen für all das Engagement, Interesse und die Unterstützung bedanken und hat mir einen Brief zukommen lassen, den ich im Folgenden übersetzt habe:

 

Liebe Freunde und Förderer von Light in Africa,

 

als allererstes würde ich Ihnen allen gerne von ganzem Herzen für die wundervolle Unterstützung von Light in Africa, Deutschland e.V. danken, die uns zum einen geholfen hat, die Kinder in unserer Fürsorge mit Essen, Kleidung und Bildung zu versorgen, sowie zum anderen medizinische Hilfe vielen bedürftigen Menschen in der Kilimanjaro und Manyara Region zukommen zu lassen. Ohne Ihre beständige, wertvolle Unterstützung wäre es uns nicht möglich gewesen, all dies zu ermöglichen.

 

2016 erwies sich unglücklicherweise trotzdem als das schlechteste Jahr, das Light in Africa seit der Gründung erlebt hat.

Es begann in den letzten Wochen im Dezember 2015 mit dem Tode zwei unserer Großväter, die wir zwölf Jahre lang gepflegt haben. Zu Anfang des neuen Jahres verstarben zudem George und Gideon, die viele Jahre im Tumaini Haus lebten, wo wir versucht haben, ihren besonderen Bedürfnissen aufgrund ihrer Behinderungen Achtung zu schenken. Diesen beiden Todesfällen folgten Beatrice, Daudi und Zaitumi im Laufe des Jahres, was uns alle sehr traurig gemacht hat.

Leider hat sich die medizinische Versorgung hier in Tansania in den vergangenen sechzehn Jahren dramatisch verschlechtert. Einfach mit anzusehen, wie zwei dieser Kinder starben, die womöglich mit besserer medizinischer Versorgung hätten gerettet werden können, erschütterte mich stark und nahm mich emotional sehr mit.

Zaitumi war ein Kind, das mit zehn Monaten in unsere Obhut nach Mererani gekommen war. Ihr Großvater wurde von einem auf den anderen Tag mit ihr und ihrer Behinderung alleine gelassen und wußte nicht, wie er für sie sorgen konnte. Im Fleeze House entwickelte sie sich im Lauf der Jahre sehr gut und wurde von den Kindern und Mitarbeitern sehr geliebt. Plötzlich stand nach Jahren ohne Besuch ihre Mutter vor der Tür. Mit Hilfe unserer Sozialarbeiter wurde ein Programm gestaltet, das der Mutter ermöglichte, sie zuerst bei uns zu besuchen und sie dann, an Weihnachten, für einen Tag mit nach Hause zu nehmen. Leider verstarb Zaitumi bei diesem Besuch - ein großer Schock für alle Beteiligten.

Aber es sind uns auch immer wieder wahrlich schöne Momente zuteil geworden. So sind wir mit einer asiatischen Familie gesegnet worden, die uns jeden Monat mit 40 Säcken Nahrung unterstützt - ein wundervoller Segen für uns. Diese Unterstützung ermöglicht uns, dass wir uns auf andere Bereiche und Bedürfnisse, wie zum Beispiel Bildung, konzentrieren können. Seit der Ebola-Angst ist die Anzahl unserer Besucher und Freiwilligen deutlich zurückgegangen (zehn Monate ohne Besucher). Desweiteren ist diese Situation durch die Erhöhung der Visagebühren für Freiwillige weiterhin verstärkt worden und wir mussten einige Einsparungen machen. Unter anderem mussten wir, zum Beispiel, die 5-tägige Essensausgabe in Mererani schließen und betreiben nur noch selten medizinische Outreach-Programme.

In den vergangenen sechzehn Jahren haben wir über 150 Kinder betreut, die bei uns erwachsen geworden sind und die jetzt unabhängig leben. Derzeit sind über 157 Kinder in unserer Obhut. Um die kontinuierliche Betreuung, Erziehung und Bildung dieser Kinder zu gewährleisten, versuchen wir momentan alternative Wege der Finanzierung zu realisieren. So hoffen wir zum Beispiel im Juni ein Projekt zu eröffnen, welches für Besucher Übernachtungsmöglichkeiten in Massai-Bomas anbietet.

Zusammenfassend war 2016 für uns alle ein schwieriges Jahr - emotional und finanziell. Aber wir sind sehr dankbar, dass wir das alte Jahr ohne Schulden und Kredite mit frohem Herzen verlassen konnten und vertrauen darauf, dass das neue Jahr voller guter Überraschungen und Momente sein wird.

Ich danke Ihnen allen von ganzem Herzen für Ihre langjährige und kontinuierliche Unterstützung unserer Kinder.

 

Ihre

Mama Lynn

 

P.S.: Ich versuche im neuen Jahr, It-freundlicher mit sozialen Medien und meinem Blog umzugehen. Desweiteren plane ich in diesem Jahr auch wieder eine Spendenaktion: Ich versuchen mit verschiedenen Fahrzeugen, wie Motorrad/Tuk-Tuk/Boot/Zug über alle Grenzen von Tanzania zu reisen - aber Sie werden sicherlich zu den Ersten gehören, die davon hören :o)

 

 

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15. Februar 2015

Liebe Mitglieder, Spender, Interessierte und Freunde von Light in Africa, Deuschland e.V.

 

...unglaublich, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist...

Doch wenn man das letzte Jahr so vor seinen Augen passieren lässt, dann ist auch unglaublich viel passiert.

Viele kleine und große Spenden machten es in 2014 möglich, dass wir insgesamt die unglaubliche Summer von 33.000€ an Light in Africa überweisen konnten.

"Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern."

Ganz im Sinne dieser Weisheit wurde im Jahr 2005 unser Verein gegründet ... und sie hat sich im Jahre 2014 nur noch mehr bewahrheitet.

Wir haben ganz wundervolle Einzelspenden erhalten, die uns immer wieder erstaunt und beglückt haben...aber auch der Zusammenschluss vieler Einzelner innerhalb einer Aktion hat gezeigt, wie wortwörtlich man das Zitat oben nehmen kann.

Und genau deswegen würde ich gerne von diesen Aktionen erzählen:

Im März fand die jährliche Modenschau des Berufskollegs Humboldstraße statt. Um Light in Africa zu unterstützen, haben die Schülerinnen verschiedene Produkte genäht und verkauft. Von Mäppchen über Brotkörbe zu Einkaufstaschen...alles war handgefertigt und mit tanzanischen Stoffen kombiniert. Durch diese wundervolle Aktion konnten 560 € gesammelt werden.

Im September erliefen die Schüler des Schiller-Gymnasiums in ihrem jährlichen Sponsorenlauf insgesamt 23.805 €, von denen 7.500 € an Light in Africa gespendet wurden. Es ist immer wieder großartig und bewunderswert, welches Engagement die Schüler und Lehrer zeigen und uns dadurch seit Jahren unterstützen...vielen, vielen Dank!

Im November 2014 organisierte unser langjähriges Mitglied Manfred Geuer eine Spendengala zu Gunsten von Light in Africa... Es wurde ein fantastischer Abend in Münster. Neben leckerem Essen und Gesprächen fanden sowohl eine Tombola als auch eine Versteigerung von unterschiedlichsten Sachpreisen, wie zum Beispiel eines auf der Veranstaltung gemalten Bildes, statt. Alle Preise wurden von Münsteraner Unternehmen gestiftet. Insgesamt kam so die fabelhafte Summe von 15.130 € zusammen...unglaublich.

Vielen, vielen Dank Euch und Ihnen allen für Euer Engagement, Eure Unterstützung und Euer Vertrauen. Sei es durch Eure Mitgliedschaft, durch Euer Interesse, Spenden oder durch solche Aktionen. Asante sana!

 

Ein wundervolles Jahr 2015 Euch und Ihnen allen.

 

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26. November 2013

….Einmal Tanzania...immer Tanzania

 

...grins...irgendwie ist es so...wenn man sich einmal verliebt hat, dann läßt einen diese Liebe nicht mehr los :-)

Und so bin ich, Linda Schulte, dieses Jahr wieder einmal nach Tanzania gefahren.

Es ist unglaublich, zu sehen, wie die Kinder sich entwickeln...wie aus einst kleinen Babys junge Erwachsene werden, die ihren Weg im Leben gehen.

Zwar fühle ich mich bei diesen Zeilen verdammt alt...grins.. aber ich bin unglaublich stolz darauf in Ausschnitten diese Wege zu begleiten, ein Teil dessen zu sein.

In den ersten Tagen meines Besuches waren das Team von LIA, die Kinder und ich wirklich eingespannt.

93 Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern Ostafrikas haben am „East African Youth Day“ teilgenommen. Die Organisatoren haben dafür die Räumlichkeiten von Torchbearer gemietet. Der „East African Youth Day“ bietet Seminare und Austausch über politische, soziale und gesundheitliche Themen.

...für alle bei Light in Africa hieß dies: Kochen, schnippeln und vorbereiten im Akkord.

Zelte mussten zusätzlich aufgestellt werden, Matratzen und Bettwäsche verteilt, Essen vorbereitet und verteilt werden. Viel Arbeit....aber auch viel Spaß, denn alle halfen und so kam das Lachen, Scherzen und Geschichten erzählen nicht zu kurz.

Den Rest meiner Tage war ich froh einfach mit „dabei“ zu sein. Ein Teil der täglichen Routine zu sein, zu unterstützen, wo ich konnte.

Hier nun noch ein paar Impressionen aus Tanzania.

Ein großer Dank gilt Petra Vögl, die zu dieser Zeit auch bei Light in Africa war und diese wunderschönen Bilder aufgenommen hat...

Danke :-)

 

Fotos Impressionen 2013

 

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24. Januar 2010

JAHRESRÜCKBLICK 2009

Ein afrikanisches Sprichwort sagt:
"Die Menschen erkennt man an ihren Taten."

Liebe Freunde, Förderer und Mitglieder von Light in Africa, Deutschland e.V.,

durch eure TAT-kräftige Unterstützung, konnten wir als Verein im vergangenen Jahr 2009 viel erreichen.
Insgesamt konnten wir eine Summe von sage und schreibe 18.000,- Euro nach Tanzania zu Light in Africa überweisen.
Dank dieses Geldes konnte der Bau des Kinderdorfes voranschreiten. Mittlerweile wohnen dort auch schon die ersten Kinder und erfüllen das "Dorf" mit Leben und Lachen.

Im Sommer waren Doris, Julia, Frank und Wilfried (alle im Vorstand von Light in Africa, Deutschland e.V.) in Tanzania im Kinderdorf und konnten sich von der Entwicklung und dem Einsatz unserer Spendengelder überzeugen. Jeder Euro, der gespendet wird, kommt an und damit den Kindern zugute.

   


Highlights im Jahr 2009 waren sicherlich die Spendenübergabe des Schiller-Gymnasiums und der Besuch von Mama Lynn hier bei uns in Köln.

Im Mai 2009 wurde uns am Schiller-Gymnasium ein Teil des Erlöses des Spendenlaufes 2008 überreicht. Die Schüler und Schülerinnen sind erneut viele Kilometer gerannt, um Light in Africa zu unterstützen. Auf die Summe von 6.500 Euro können sie wirklich stolz sein ... und wir unglaublich dankbar.

Um sich bei allen Mitgliedern, Förderern und Interessenten für ihr Engagement und ihre Unterstützung zu bedanken, reiste Mama Lynn vom 18.-20. November 2009 nach Köln.

Zuerst besuchte sie hier das Schiller-Gymnasium. Dieses unterstützt ja seit 2003 Light in Africa in einem 2-Jahresrhythmus mit einem Anteil der erlaufenen Spenden des jährlichen Schullaufes.
Die Schüler erfuhren an diesem Morgen aus "erster Hand", wo ihre Spenden hingegangen sind und was durch den persönlichen Einsatz eines Jeden von ihnen erreicht werden konnte.

Am Abend stellte Mama Lynn dann Interessierten im Bügerbüro Sülz die Arbeit von Light in Africa vor. Durch Fotos , Filme und lebhafte Erzählungen konnte ein bildhafter Eindruck von den Kindern, den Projekten und von Tanzania bei allen entstehen. An diesem Abend spendeten Anwesende insgesamt 550,- Euro.

Am nächsten Tag gab Mama Lynn abschließend noch den Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Humboldtstraße nähere Einblicke in ihre Arbeit vor Ort.
Diese unterstützen Light in Africa nun schon seit einigen Jahren mit einem Teil des Erlöses ihrer jährlichen Abschlussmodenschau.
Mit anschaulichen Berichten konnte sie das Interesse der Schüler wecken und ihnen aufzeigen, wie wichtig auch das kleinste persönlichste Engagement ist und Dinge verändern kann.

Deshalb liegt es Mama Lynn auch sehr am Herzen, dass wir uns bei Euch allen in ihrem Namen für die beständige Unterstützung und das Vertrauen nochmals bedanken.

Wir haben den Jahresrückblick mit einem Sprichwort begonnen und möchten ihn mit einem weiteren beenden:

"Viele Flüsse machen den Ozean groß."


Im Namen des Vereins

 

Josefin Hauser und Linda Schulte

 

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26. Oktober 2009

Liebe Mitglieder, Freunde, Förderer und Interessenten von
"Light in Africa, Deutschland e.V. "

langsam wird es herbstlich, die Tage werden kürzer und es wird kälter... ganz anders als in Tanzania...


Mama Lynn bringt uns ein wenig von der Sonne Tanzanias, aber vor allem Geschichten von Light in Africa, den Kindern, den Projekten und dem Leben vor Ort mit. :-)

Mama Lynn, die Gründerin von "Light in Africa", kommt am Donnerstag den 19. November zu uns nach Köln.
Um diese großartige Chance zu nutzen, findet um 19:30 Uhr im Bürgerbüro, Berrenrather Str. 185, Köln-Sülz ein Informationsabend mit ihr und über Light in Africa statt.

Wir würden uns freuen Euch / Sie dort zu treffen.

Im Namen des Vereins

Josefin Hauser und Linda Schulte

 

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01. Februar 2009

Liebe Mitglieder, Freunde, Förderer und Interessenten von
"Light in Africa, Deutschland e.V. "

Mit einem dicken Grinsen von einem bis zum anderen Ohr möchten wir uns heute bei euch für das lebendige Interesse, die tatkräftige Hilfe und die großzügigen Spenden bedanken.
Ihr habt unser gemeinsames Sommerfest, am 20.September 2008 in der Aula des Schiller-Gymnasiums hier in Köln, zu einem richtig schönen Abend gemacht.

Freudig und stolz können wir euch heute mitteilen, dass, nachdem alle Ausgaben abgezogen wurden, insgesamt über 2500,- € an Spendengeldern für den Bau des neuen Kinderdorfes von „Light in Africa“ in Tanzania zusammengekommen sind, die wir direkt an Mama Lynn überwiesen haben.

Dazu passt eine afrikanische Weisheit, die uns schon seit der Gründung von „Light in Africa, Deutschland e.V.“ begleitet:

„Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Insgesamt kann man sagen: Viele Leute waren ganz großartig! ...Danke!

An dieser Stelle sei auch noch einmal den Sponsoren (siehe unten) gedankt, die die Tombola für Groß und Klein zu einem absoluten Highlight werden ließen und uns ermöglichten attraktive Sachgeschenke und Gutscheine im Gesamtwert von über 7000,- € zu verlosen.
...wenn die Supermärkte schon im September Printen und Spekulatius verkaufen, dann können wir auf dem Sommerfest auch Weihnachten spielen!

Neben dem tollen und reichhaltigen Büffet (auch an dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an die fleißigen Köche und Bäcker) hatten wir mit der Trommelgruppe und Mariama auch musikalische Leckerbissen im Programm.

Wir hoffen, dass euch die gezeigten Videos und Vorträge über „Light in Africa“ einen Einblick in das Leben vor Ort geben konnten.

Den Abschluss des bunten Abends bildeten Wolfgang und Menasse, die uns noch bis in die Nacht tanzen ließen.

Und um die Sache abzurunden, verabschieden wir uns auch wieder mit einem breiten Grinsen.

Danke !

Josefin und Linda

 

PS: Im Anschluß folgt ein Zeitungsartikel aus der „Kölner Rundschau“ über unser Sommerfest

 

 

Ein herzliches Dankeschön alle Sponsoren:

Motorola
Nokia
Flatland-Paragliding
Marianne und Elmar
Ford Köln
Fielmann
Claudius-Therme
Oper- und Schauspielhaus Köln
Senftöpfchen
Freies Werkstatttheater
Off Broadway
Filmhaus
Cinedom
Friseur „Figaro“
Friseur „Haarschneider“
Galileo
...und natürlich Frank Becker und Bernhard Kuhne

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31. August 2008

Einladung

Liebe Mitglieder, Freunde, Förderer und Interessenten von
"Light in Africa, Deutschland e.V. "


Seit nun schon bald drei Jahren gibt es den Verein " Light in Africa, Deutschland e.V. " … na, wenn das alleine eigentlich nicht schon Grund genug zum Feiern ist … !!! :o)

Und deswegen werden wir auch feiern !

Am allerliebsten natürlich zusammen mit Euch allen und zwar eine rauschende Sommer-Benefiz-Party zugunsten von " Light in Africa "
am Samstag, den 20 September ab 18:30 Uhr in der Aula des Schillergymnasiums hier in Köln, Nikolausstr.55 -
Eingang Berrenrather Str, kurz vor der Universitätsstr...

Bei dieser Gelegenheit möchten wir dann und damit auch gleichzeitig den feierlichen Anlaß nutzen, um uns bei Euch allen zu bedanken !!!

Man könnte es also auch eine "Sommerfest-Light in Africa-Deutschland e.V. sagt Dankeschön-Benefiz-Party " nennen … aber das wäre ja viel zu kompliziert zu schreiben.

Unser " Dankeschön " gilt Euch und allen Menschen, die uns bisher durch ihre Ideen, ihr Engagement oder durch Spenden unterstützt haben.

Neben der Vorstellung des Projektes " Light in Africa " mit einer aktuellen Viodeopräsentation unsereres letzten Aufenthaltes in Tanzania, erwartet Euch auch tolle Live-Musik von Mariama (http://www.myspace.com/listentomariama), eine Tombola mit tollen Gewinnen (z.B. Handys, Theaterkarten), leckeres Essen, Tanz, Party, ganz viel Lebensfreude...und weitere Überraschungen...

Wir laden Euch und Eure Freunde, Interessierte und Familien ganz, ganz herzlich dazu ein, einen lustigen, spennenden, unterhaltsamen, fröhlichen, informativen und schönen Sommerabend mit uns zu verbringen.

Wir freuen uns auf jeden Fall jetzt schon drauf und auf Euch !!!

Tutaonana = Wir sehen uns :o)

Linda und Josefin


 

Flyer Sommerfest zum Download: Flyer Sommerfest.pdf

 

 

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24. Juli 2008

Rundbrief Nr. 6

Was macht der Verein?

endlich können wir die Gelegenheit beim Schopfe packen und Euch über den aktuellen Stand von "Light in Africa, Deutschland e.V." informieren.

Das Jahr 2008 hat für uns, unter anderem, dank des "Berufskolleg Humboldtstrasse" gut begonnen.
Denn wie bereits in den letzten Jahren, spendeten die Schüler und Lehrer auch dieses Jahr einen Teil der Einnahmen der Abschlussmodenschau an "Light in Africa".
Zu unserer Überraschung und zur großen Freude, hat sich die Schule dieses Jahr dazu entschieden, den bisherigen Spendenbetrag von 50 Cent pro Eintrittskarte, auf einen Euro zu verdoppeln.
An dieser Stelle sei dem Berufskolleg noch einmal ganz herzlich gedankt!

Auf unserer Vereinssitzung, die am 30. Januar 2008 in Köln stattgefunden hat, haben wir beschlossen, dass es nun endlich an der Zeit ist, ein Fest zu organisieren, und mit Euch allen gemeinsam zu feiern.

Zum Einen möchten wir uns damit bei Euch allen für das bisher geleistete Engagement bedanken und zum anderen möchten wir die Chance nutzen, weitere Interessierte anzusprechen und vielleicht das Interesse des einen oder anderen zu erwecken ... und außerdem feiern wir selber so unwahrscheinlich gerne :o)
Außerdem soll der Erlös der verkauften Speisen und Getränke als Spende an LIA gehen.

Der Termin unseres Spätsommerfestes ist am Samstag, dem 20. Sept. 2008 ab 18.30 Uhr.
Ort: Aula des Schillergymnasiums in Köln Sülz.

Neben geplanten Vorträgen und Videofilmen über "Light in Africa" zu Beginn des Festes, wollen wir Euch und uns den Abend mit leckerem Essen, Getränken, Live-Musik und natürlich Tanz versüßen.
Außerdem laden wir Euch hiermit auch alle ganz herzlich dazu ein, weitere Ideen oder Anregungen an uns zu schreiben oder sich an der Planung gleich direkt selber zu beteiligen...
Ihr und Eure Ideen seid ganz herzlich willkommen :o)

Und noch etwas Neues gibt es zu berichten:
Für alle Spenden unter 200 Euro gilt der Kontoauszug, auf welchem die Spende aufgeführt ist, als Spendenbescheinigung.
Nichtsdestotrotz stellen wir Euch bei Bedarf natürlich auch weiterhin gerne eine Spendenbescheinigung aus... :o)

Sodele...jetzt wünschen wir euch (und uns) aber erst einmal einen heißen Sommer und freuen uns jetzt schon auf Euch und Eure Ideen für unser Fest.

Mit lieben Grüßen
Josefin und Linda

 

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15. April 2007

Rundbrief Nr. 5

Unser Julius - mit dem Engelslächeln – ist im Aller von ca. 20 Jahren verstorben

- Ein Bericht von Mama Lynn am 2. April 2007-

Wohl jedem, der schon einmal das Jungshaus "Pilgrims" von LIA besucht hat, ist Julius in Erinnerung geblieben.

Zum Einen, weil er so unglaublich dünn war und zum anderen, weil er dieses entwaffnende Lächeln hatte, welches einem manchmal auch ganz unverhofft entgegenstrahlte und beim Gegenüber so ein warmes und wohliges Gefühl im Inneren zurückließ. Man konnte einfach nur zu dem Schluss kommen, dass dieses Lächeln, das Lächeln eines Engels sein musste.

Dass dieser junge Mensch, mit seiner ausgeprägten Lernbehinderung überhaupt überlebensfähig war, erschien von jeher wie ein Wunder für alle, die Juli, wie wir ihn nannten, betreuten.
In den 7 Jahren in denen Juli mit uns bei LIA lebte, ist er zwar gewachsen, hatte aber gleichzeitig nie an Gewicht zugenommen. Die Ursache hierfür ist tief verwurzelt in einer entbehrungsreichen Kindheit zu finden.
Es war zu viel geschehen um eine komplette Genesung wieder herbeiführen zu können.

Rückblick:

Damals, 1999 als ich gerade dabei war in Sonu das erste Kinderheim mitten in den nur schwer zugänglichen Hängen des Mount Kilimanjaros zu eröffnen, wurde ich von einem Dorfbewohner der Region gefragt, ob ich helfen könnte, die Füße eines Waisenkindes zu behandeln die mit „Chigger“ übersät seien.
Chigger ist ein Parasit, der sich vorzugsweise in das Fleisch der Fußsohlen bohrt. Dieser Parasit verursacht bei den Betroffenen große Schmerzen, wenn er sich durch das Fleisch frisst, vor allem nachts, wenn der Chigger aktiv wird.

Also begab ich mich damals zusammen mit einem ortskundigen Begleiter auf den Weg in jenes Dorf und wurde schließlich zu einer verriegelten Lehmhütte geführt.


Nach einer Weile des Wartens erschien endlich eine junge Frau, die den Schlüssel zur Hütte hatte und uns schließlich die Türe aufschloss.
Als ich die Türe aufstieß kam mir ein ca. 13-jähriger Junge auf allen Vieren entgegengekrabbelt.
Der Versuch, ihm beim Aufstehen zu helfen scheiterte, da die abgemagerte Beine des Jungen nicht in der Lage waren, das Gewicht des eigenen Rumpfes zu tragen. Nur mit der Hilfe meines Beglieters brachte ich den Jungen nach draußen und legte ihn auf einen Tisch.
Als ich mit einem spitzen Messer damit begann, den Chigger aus seinen Fußsohlen zu entfernen, fing der Junge vor Schmerzen bitterlich zu weinen an. Als die junge Frau, die uns zuvor die Hütte aufgeschlossen hatte, das bemerkte, kam sie mit einem Ast herbeigeeilt um den Jungen dafür zu verprügeln , dass er vor einer „Mzungu“ (Bezeichnung für Weiße/Europäer) weinte.

Das war zu viel.

Ich hatte genug gesehen und forderte meinen Begleiter auf, sich den Waisenjungen zu schnappen und in unser neu eröffnetes Kinderheim zu bringen.

Für die nächsten 4 Monate konnte ich anschließend keine Nacht mehr durchschlafen, denn jede Nacht klopfte unser Wachmann mehrmals an meiner Zimmertüre und sagte:

„Mama, Juli ist wieder unterwegs“.

Wie jede Nacht, zog ich mir hieraufhin meinen Morgenmantel an und kam mit nach draußen auf den kleinen Hof. Da war Juli wieder, auf allen Vieren auf dem Boden, um selbigen nach kleinen Brotkrumen oder ähnlichen essbaren Überresten abzusuchen.
Jedesmal auf's Neue nahm ich ihn dann an der Hand und führte ihn in die Küche, wo er dann von mir ein extragroßes Stück Brot und ein Glas Milch bekam, bevor ich ihn zurück in sein Bett brachte.
Zwei bis drei Stunden später ereignete sich die gleiche Prozedur erneut....Nacht für Nacht, bis Juli endlich irgendwann verinnerlicht hatte, dass er tatsächlich von nun an drei garantierte und reichhaltige Mahlzeiten pro Tag erhalten würde…von nun an brauchte er nicht mehr den Hunger fürchten.

Über die Jahre hinweg musste Juli mehrmals ins Krankenhaus eingewiesen werden, da sein Körper weiterhin mit den irreversiblen Folgen seiner frühkindlichen Entbehrungen zu kämpfen hatte.

Den letzten Kampf hat Julius dann doch verloren.

Bei seiner Beerdigung waren wir alle überrascht und schockiert, als plötzlich Julius Mutter auftauchte, denn sowohl die Nachbarn, als auch die soziale Fürsorge hatten uns damals berichtet, dass Juli ein Waisenkind sei und es lediglich noch eine Großmutter gäbe, die von Zeit zu Zeit mal vorbeischauen würde.
Nach der Beerdigung führten wir Zuhause im Center zusammen mit allen Kindern, Pflegern und Angestellten unsere ganz eigene Abschiedszeremonie durch. Die Kinder bekamen die Möglichkeit, ihre Gefühle und Gedanken aufzuschreiben und sich auf diese Weise von ihrem Freund und Weggefährten Juli zu verabschieden. Diese Briefe haben sie danach an den Trauerkranz gebunden.
Julis blaue Kiste, wo er alle möglichen Dinge drin verstaut hat, unter anderem auch die neue Hose meiner Enkeltochter Sophie, wurde dann im Garten vergraben und mit schönen Blumen bepflanzt, so dass wir ihn immer in Erinnerung behalten.
Von nun an wird uns eine schön bepflanzte Stelle im Garten an unseren Juli erinnern.

Juli mit dem Lächeln eines Engels!

Es ist uns eine Ehre und ein Privileg gewesen, Juli in den letzten 7 Jahren bei uns haben zu dürfen. Er hat uns gezeigt und gelehrt, was wahre Menschlichkeit und Vergebung wirklich bedeuten.

 

Mama Lynn

 

 

 

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2. April 2007

Rundbrief Nr. 4

- von Luzia –

Hallo zusammen,

mein Name ist Luzia (oder Lucy in Tanzania). Ähnlich wie Josie und Linda bin auch ich eine LIA-Vernarrte. Seit gestern bin ich zurück von meiner Tanzaniareise, die mich das vierte Mal in das Kinderheim am Fuße des Kilimanjaros führte. Ich habe 4 Wochen dort verbracht und möchte diese Internetseite als Chance nutzen, euch ein wenig daran teilhaben zu lassen.

Ich war diesmal nur zu Besuch, um all die lieben kleinen und großen Kinder wieder zu sehen, die mir seit meinem Freiwilligendienst im Jahr 2001/2002 so sehr ans Herz gewachsen sind. Und so habe ich meine Zeit hauptsächlich mit den Kiddies verbracht.

Ein besonders schönes Erlebnis war ein Ausflug zum Swimmingpool des YMCA in Moshi, den ich mit drei weiteren Freiwilligen und 4 Kindern machte.

Unsere Truppe bestand aus Jana, Eric, Lyann und mir und unseren Kindern, dem 7-jährigen Ima, dem 9-jährigen Alex, dem 10-jährigen Boniface sowie der 8-jähriges Grace. Nachdem also die Schwimmflügel angelegt waren, ging es ins Wasser. Doch forsch hineingesprungen langte Ima dann ob des unbekannten Nasses doch sofort nach meiner rettenden Hand und Schulter. Die ersten Minuten wurden also eher dümpelnd, vorsichtig und nahe am Rand verbracht. Eric als passionierter Schwimmer lockte die Jungs dann aber bald in das tiefere Wasser in die Nähe des flachen Sprungbrettes. Einmal vorgemacht, sprangen Alex und Boniface gleich hinterher. Ima jedoch fürchtete sich ein wenig und wollte den Sprung nicht alleine wagen. Selbst auf Erics Arm verbarg er den Kopf an dessen Schulter, um ja nicht sehen zu müssen, wohin es ging. Als er dann aber merkte, dass er überlebt hatte und ihn Wasser und Schwimmflügel trugen, war der Bann gebrochen und er wagte sich den Sprung alleine zu. Kurz später zeigte Eric Boniface und Alex am Beckenrand, wie man einen „Köpper“ macht und plötzlich raste Ima über´s Sprungbrett und stürzte sich in fast perfektem Stil in die Fluten – sehr beeindruckend, wie schnell die Scheu von ihm abgefallen war und er sich nun fast alles zutraute.

Am Ende des Nachmittages sprang und paddelte Ima weiterhin munter im Wasser, Boniface hatte einen formvollendeten Köpper durchgeführt und Alex schwamm unermüdlich von einem Beckenrand zum anderen… Die schüchterne, scheue Grace wagte den Sprung vom Brett zwar nicht, doch auch sie hatte glücklich im Wasser gepaddelt und vergnügte sich nun mit Malbuch und Buntstiften.

Neben dem Spaß an diesen seltenen Freizeitaktivitäten zeigten die Kinder im Alltag eine vollkommen andere Seite. Besonders begeistert hat mich die unglaubliche Hilfsbereitschaft unter den Jungen. Wenn sie gegen 17.00 Uhr von der Schule nach Pilgrims kommen, wird zunächst die Schuluniform gewaschen. Dann wird der Köchin geholfen, Holz gehackt, die Sandalen der jüngeren Kinder geputzt oder ihnen beim Baden und Anziehen geholfen. Nach dem Abendbrot wird Geschirr abgewaschen, das Esszimmer und die Küche gewischt. Auch die Pflege des 18-jährigen körperbehinderten, stummen Rogathi wird hauptsächlich von den Jungen übernommen. Morgens wechseln sie sich damit ab, ihn zur Toilette zu bringen, zu baden, anzuziehen, an den Tisch zu bringen und ihn anschließend in seinen Rollstuhl zu setzen. Diese Tätigkeiten erledigen die Jungen ohne zu murren oder zu meckern, sondern lachend und scherzend.

Diverse Male rissen sie sich förmlich darum, auch meine Sandalen und Flip Flops putzen zu dürfen, meine Füße wurden mir geschrubbt und vor meiner Abreise wurden mir sogar Socken und Schuhe von den Kids angezogen.

Wenn sie dann abends im Bett lagen, machte ich immer meine „Gute-Nacht-Kuss-Runde“, eine Gewohnheit, die in Tanzania absolut nicht üblich ist. Die 10 – 12-jährigen kicherten und zierten sich zwar immer gehörig und taten so, als ob sie den Kuss nicht wollten – doch wehe, wenn ich dann tatsächlich mal einem Jungen keinen Kuss gab….

Ja, allesamt liebenswerte kleine und große Jungen…

Nun aber genug der Schwärmerei…wer´s erleben möchte, fahre selber hin….

Liebe Grüße,

Lucy


 

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23. Januar 2007

Rundbrief Nr. 3

- von Josie, Jule und Linda –


Liebe Freunde, Interiessierte und Förderer von “Light in Africa” (LIA) – wir wünschen euch “kila la heri za miaka mpya” (Alles Gute im Jahr 2007).


“Light in Africa” wächst und wächst…aber um Euch davon zu berichten müssen wir noch einmal ins alte Jahr 2006 zurückgreifen.
Genauer gesagt geht unser heutiger Bericht auf den 15. Dezember 2006 zurück, nämlich zu jenem Tag, an dem “Light in Africa” ein weiteres Haus, das Fleeze-House, in Mirirani eröffnet hat.
Wir Drei hatten die Ehre zusammen mit Mama Lynn und Laura, einigen Mitarbeitern von LIA, den offiziellen Repräsentanten der Region und einigen Nachbarn diesen so besonderen Tag zu feiern.


Um Mirirani zu erreichen, muss man einen holprigen und in der Regenzeit nur schwer passierbaren Weg auf sich nehmen.
Die Reise führt einen schließlich in eine heiße, flache Gegend, in die Touristen sich nur selten verirren. Die Gegend um Mirirani ist berühmt und berüchtigt für seine Tanzanite-Minen (blaue Edelsteine), weshalb viele “Schatzsucher” aus allen Ecken Tanzanias ihr vermeintliches Glück dort suchen. Dies bedingt, dass sich die gesellschaftliche Struktur hier von jener in anderen Regionen Tanzanias grundsätzlich unterscheidet.
Aufgrund der Tatsache, dass jeder der Schatzsucher nur darauf aus ist, sein schnelles Geld in den Minen zu machen, gibt es kein soziales Netzwerk und auch familiäre Bindungen sind hier, wo jeder ein Einzelkämpfer ist, nur selten zu finden.


Der Beweggrund von Mama Lynn und LIA, hier in Mirirani ein weiteres Kinderhaus zu eröffnen, ist daher eher ein Trauriger.
Denn Mirirani ist nicht nur berühmt und berüchtigt für seine Tanzanite-Minen, sondern auch für seine extreme hohe HIV/Aids-Rate, Kriminalität, Prostitution und Missbrauch jeglicher Art.
Gerade die Kinder sind besonders von diesen schwierigen und harten Lebensumständen betroffen und so haben Zählungen im Auftrag von LIA ergeben, dass es alleine in der Region um Mirirani üeber 400 Waisenkinder gibt.
Die Sozialarbeiter von LIA ermitteln derzeit den Hintergrund jedes einzelnen Schicksals um anschließend die Bedürftigsten ins neue Fleeze-House aufzunehmen.
Viele der Kinder bringen mit ihren jungen Jahren eine für uns unvorstellbare Geschichte mit sich, wie z.B. der Verlust der Eltern, Kindesmissbrauch oder auch erzwungene Prostitution.
Auch werden gerade Kinder aufgrund ihrer Größe dafür missbraucht, in die nur schlecht abgesicherten Tanzanite-Minen zu klettern und nicht weinige verlieren dabei ihr Leben.


“Light in Africa” stellt mit seinem Fleeze-House im wahrsten Sinne des Wortes einen Lichtblick dar, denn keine andere Organisation sonst verirrt sich in diese verrufene und brutale Gegend.


Derzeit haben bereits zehn Kinder ein neues Zuhause im Fleeze-House gefunden und haben nun zum ersten Mal die Chance, eine Kindheit zu erleben. Die dort lebenden Mitarbeiter haben jetzt die Aufgabe den Kindern zu vermitteln, was es bedeutet, ein wertvoller Mensch zu sein, der Liebe, Respekt und Bildung verdient.


Und noch ein weiterer Rückblick ins Jahr 2006:


Nachdem wir euch bereits von den Vorbereitungen fürs Weihnachtsfest berichtet haben, möchten wir euch nun natürlich auch vom Weihnachtsfest an sich berichten:
Da sich das tanzanische Weihnachtsfest sehr am englischen Weihnachtsfest orientiert, stand demnach auch der Morgen des 25. Dezembers im Mittelpunkt. Hierfür kamen alle Kinder und Mitarbeiter von LIA im Malaika-House zusammen.
Der eigentliche Schulraum wurde zu diesem Zweck komplett dekoriert und in der schönsten Ecke des Raumes befand sich ein Weihnachtsbaum (grosser Ast), unter welchem sich die Weihnachtspäckchen stapelten.
Alle Kinder und Mizarbeiter glänzten für diesen Tag in ihren schönsten Kleidern…was aber auch an der Menge an Kokosfett auf ihrer Haut gelegen haben mag.
Begonnen wurde die Zeremonie mit einer Gedenkfeier für all jene Kinder und Erwachsenen, die im Laufe der letzten sieben Jahre, seit der Gründung von LIA, verstorben sind. Kerzen symbolisierten hierfür die unvergesslichen Seelen jedes Einzelnen.


Anschließend wurde es lauter:
Nach gemeinsamen Singen und einer Ansprache von Mama Lynn war nun endlich der ersehnte Zeitpunkt gekommen, an dem jedes Kind und jeder Mitarbeiter freudestrahlend seine Weihnachtsbox entgegennehmen durfte.
Selbst wenn in diesem Moment der Strom ausgefallen wäre, so hätten die strahlenden Augen den Raum zum Erleuchten gebracht…gerade der Anblick der Süßigkeiten hätte dabei die höchste Wattzahl erzeugt.
Nach dem Weihnachtsmahl durfte sich dann jedes Kind endlich wieder seinen Geschenken und Spielsachen zuwenden.


Der zweite Höhepunkt des diesjährigen Weihnachtsfestes folgte am nächsten Tag, diesmal im Pilgrims-House.
Der 26. Dezember wird hier auch Boxing-Day genannt.
Hierfür wurden auch zwei andere Kinderheime der Region eingeladen, um ebenfalls die Chance auf ein gesegnetes Weihnachtsfest mit einem Geschenk und reichlich Essen zu haben.
Wir als Erwachsene wurden dafür mit gelungenen Tanz- und Singeinlagen verwöhnt.
Wie jedes Jahr gab es zum Schluss eine einstündige Wasserschlacht…sehr zum Vergnügen von gross und klein…inklusive Mama Lynn.
Die Wasserschlacht bescherte dem Weihnachtsfest im wahrsten Sinne des Wortes ein feucht-fröhliches Ende.


Mit mangosüßen Grüßen aus Tanzania


Josie, Jule und Linda

 

 

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24. Dezember 2006

Rundbrief Nr. 2

Von Jule, Josefin und Linda

Es weihnachtet sehr
…Joy to the world the Lord is come…
…Marys boy child Jesus Christ…
…Silent night – Holy night…

Yeah, Bonnie M. lebt…denn so oder so ähnlich klingt es zur Zeit aus allen Hütten und Shops und natürlich auch aus unserem Zimmer…zum Leidwesen der Anderen inklusive unserer schiefen Stimmen.

Aber Weihnachten besteht hier natürlich nicht nur aus Bonnie M.-Christmassongs, sondern auch aus glänzenden Girlanden, kitschigen Weihnachtskarten, von der Decke hängenden Wasserbällen und aus blinkenden Lichterketten…wenn nicht gerade Stromausfall ist.

Eben einfach so, wie man sich Weihnachten in Tanzania überhaupt nicht vorstellt.
Apropos Weihnachten…uns standen die Weihnachtspäckchen die letzten Tage im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Halse.
Da Laura, die Tochter von Mama Lynn, über Weihnachten zu ihrer Famile nach England eingeladen wurde, haben wir drei die Aufgabe bekommen, die aus England gesendeten Weihnachtspäckchen zu organisieren.

Wir dachten: Hakuna matata (=Kein Problem), bis wir die 300 bunten Schuhkartons sahen, die Lauras Haus beinahe zum Platzen brachten.

Damit nämlich jedes der Kinder einen gleichwertigen Karton erhält und sich nicht vor lauter Freude an Zahnpasta überfrißt, mussten wir jedes Päckchen öffnen, sämtliche Toilettenartikel bei den kleineren Kindern herausnehmen und die Geschenke passend und gerecht austauschen.

Zusätzlich hatten wir "Therapeuten" es uns zur Aufgabe gemacht "unpädagogisches" Spielzeug, wie Monsterpuppen und Kampfmaschinen unauffällig verschwinden zu lassen.
Wir hatten dabei nicht bedacht, dass der Müll hier nicht einfach abgeholt wird, sondern dass man ihn im Vorgarten verbrennt.

Wir kamen daher in große Erklärungsnot, als Mama Jesca, Lauras Haushaltshilfe, uns zur Rede stellte, warum in aller Welt wir so wunderschönes Spielzeug einfach wegwerfen würden - und sie packte energisch alle aussortierten Figuren für ihre eigenen zwei kleinen Mädchen ein.
Naja...der Versuch, die Menschheit zu retten war da...wir geben nicht auf, an "Weltfrieden" zu glauben. :-)

In der Zwischenzeit haben wir in der "Himmelswerkstatt" ca. 230 Kartons ausgepackt, umgepackt, beschriftet und sortiert. Jetzt ist jedem Kind, jedem Angestellten von LIA und auch den bedürftigsten Familien ein Weihnachtsgeschenk gesichert. 
Weihnachten kann also kommen...

Was ist sonst noch so passiert:

Rollstuhlgeschichte - Klappe - Die Zweite

Nachdem es uns zwei Tage und viel Kopfzerbrechen gekostet hat, den von uns mitgebrachten Rollstuhl wieder funktionstüchtig zusammenzubauen, mussten wir jetzt nur noch einen Weg finden, ihn von Maili Sita (wo wir wohnen) bis zum Malaika-House (wo die zwei behinderten Mädchen leben) zu befördern.
Und da das Dalla-Dalla das Beförderungsmittel Nr. 1 ist, fiel unsere "Wahl" auf selbiges. Ein Dalla-Dalla kann man sich so vorstellen: Ein umgebauter Minibus in den bei ca. 15 Sitzplätzen 30 Leute "passen".

Und dann dachten wir, wenn wir schon mal dabei sind, packen wir doch gleich noch den zweiten Rollstuhl ein, den eine Gruppe Niederländer mitgebracht hat.
Dafür, wie sperrig so ein Rollstuhl ist, klappte die Aktion ganz schön gut und wir waren sehr stolz auf uns...bis zu dem Zeitpunkt, als wir auf der anderen Strassenseite sahen, wie ein Maasai eine Ziege aus der Hinterklappe eines vollbesetzten Dalla-Dallas zog...und schliesslich drehten wir uns kleinlaut weg, als dieser einen Ziege noch vier weitere folgten. :-)

Naja...Hauptsache der Rollstuhl ist an seinem Bestimmungsort und hat eine stolze, neue Besitzerin.
Aber darüber werden wir auch noch einmal extra berichten.

 

Ein weiteres Highlight war das Sportfest am Montag.
Sämtliche Kinder von "Light in Africa" wurden hierfür nach Maili Sita gebracht, um dann hier zusammen mit uns allen einen vergnüglichen Tag zu erleben, mit Spiel, Sport, Spass und gutem Essen.

Etwas mit der Angst bekamen wir es jedoch zu tun, als die ganze niedlich gekleidete Horde den Mangobaum im Garten entdeckte und selbst die Zweijährigen damit begannen, die noch unreifen Mangos mit unkoordinierten Steinwürfen herunterzuschiessen.
...wir gingen dann auch schnell zu anderen Spielen über und alle machten begeistert mit - inklusive der Dadas (Erzieherinnen), der Wachmänner und der behinderten Kinder (getragen von den starken Männern).

Insgesamt war es ein voller Erfolg und die Kinder fragen jetzt schon wieder, wann denn das nächste Sportfest sein wird.

Antwort: Definitiv erst dann, wenn alle Mangos vom Baum sind :-)

Für alle die bis hierher mit dem Lesen durchgehalten haben: Herzlichen Glückwunsch, wir sind fertig ;-)

Wir wünschen euch schöne Weihnachten oder wie man hier sagt:

Kila la heri za Kristmasi !!!     

 

Jule, Josie und Linda

 

 

Und noch ein Weihnachtsgruß per "Post" :

 

 

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19. Dezember 2006

Homepage am Start!

Nach langem Hin uns Her ist unsere Homepage nun endlich online! Wir wünschen euch viel Spaß beim Durchstöbern der Seiten und freuen uns über Erweiterungsvorschläge und Hinweise auf Fehler.

Euer LIA-Team

 

 

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11. Dezember 2006

Rundbrief Nr. 1

Von Josefin, Jule und Linda

Karibu Tanzania!

Wir freuen uns sehr, euch ab nun auf diese Weise, nämlich über unsere Website, informieren und unterhalten zu können. Aber fangen wir von vorne an:

Seit dem 4. Dezember 2006 sind wir für drei Monate nach Tansania zu “Light in Africa” zurückgekehrt. Auf diesen Moment haben wir (Josefin und Linda) drei Jahre lang hingearbeitet und die Zwischenzeit mit einer Ausbildung zur Ergotherapeutin “ausgefüllt”.
Und jetzt ist der Moment endlich da und wir sitzen hier bei 30 Grad im Schatten, ca. 7000 km und zwei Zeitzonen weiter von Deutschland entfernt, am Fusse des Kilimanjaros und könne noch gar nicht richtig fassen, dass wir hier sind.

Diesmal sind wir aber nicht nur zwei Personen, die ihr Glück nicht fassen können, sondern direkt gleich drei Verwirrte…denn Jule ist mit an Bord.

Die Ankunft

Nach zwölf Stunden Flugzeit und etlichen Snacks später hatten wir endlich unser Ziel erreicht: den Kilmanjaro-Airport in Tansania.
Zu unserer großen Freude wartete schon ein quiriges Empfangskomittee auf uns, bestehend aus dem Fahrer und einer ganzen Busladung voller Kinder von “Light in Africa”.
Und unmittelbar waren wir mittendrin…so wie wir es uns gewünscht hatten: in einem kleinen Bus eingequetscht zwischen Koffern und Kindern.

Nachdem wir die Kinder zum “Malaika Haus” gefahren haben, ging es für uns in unser neues Domizil nach Maili Sita, nahe Moshi. Hier haben wir drei ein wunderschönes Zimmer, welches für die nächsten drei Monate unser Zuhause sein wird.
Obwohl die Reise anstrengend und lange gewesen war, haben wir “typisch Frauen” gleich mit dem Nestbau angefangen.

Apropos Nestbau…zusammen mit Eidechsen und Moskitos teilen wir auch mit Vögeln das Zimmer.
Nachdem wir dann doch noch müde in unsere Betten gefallen sind wurden wir am nächsten Morgen von hellem Sonnenschein, in deutscher Zeit um 5 Uhr, geweckt.

Und, wie am Abend zuvor, begrüsste uns der Kili- was nicht jeden Tag der Fall ist – und er zauberte ein breites Grinsen auf unsere Gesichter.
Nach einer ausführlichen Tagesplanung, die unter anderem beinhaltete, den per Cargo geschickten Rollstuhl vom Flughafen abzuholen, die jeweiligen Kinderhäuser von ‘Light in Africa” zu besuchen und danach in Moshi einkaufen zu gehen, warteten wir auf Anthony, um zusammen mit ihm den ersten Tagespunkt am Flughafen abzuhaken.

Und dann kam alles anders:

Am Flughafen angekommen mussten wir feststellen, dass wir mit unserer strikten Planung hier nichts ausrichten konnten.
Denn der erste Tagespunkt bieb auch der einzige Tagespunkt. Das Abholen des Rollstuhls kostete uns nämlich 5 Stunden, viel Nerven und letztendlich doch noch 32 Euro.

Außer uns dreien schien das niemanden zu wundern.
Anthony lachte sich beinahe tot, als wir ihm später erzählten, wie wir uns die ganze Aktion vorgestellt hatten: nämlich zum Flughafen zu fahren, den Cargo-Schein abzugeben, den Rollstuhl einzupacken und zu Tagespunkt 2 überzugehen.
Er fand die Geschichte so lustig, dass wir sie ihm gleich noch einmal erzählen mussten…woraufhin er sich erneut totlachte.
Seither gehen wir die Tage planloser an und finden mehr und mehr ins “Pole pole” (Immer langsam) zurück.

Was ist bisher noch geschehen?

In der Zwischenzeit haben wir es dann doch noch geschafft, alle Kinderhäuser zu besuchen und stießen dort auf viele altbekannte Gesichter, aber auch auf viele neue.
Mittlerweile haben die Mädchen ein eigenes Haus (Malaika-Haus), ebenso wie die Jungs (Pilgrims) und die Babies (Maili Sita).
Allerdings sind gerade viele der grösseren Kinder jetzt vor Weihnachten zu ihren Verwandten gefahren, damit der familiäre Kontakt bestehen bleibt.
Dennoch bleiben für uns genug neue Namen zum Lernen.
Vor 2 Tagen ist auch Mama Lynn aus England zurückgekehrt, engagiert und motiviert wie eh und je.
Nachdem wir die erste Woche damit verbracht haben, alte Freunde in Moshi zu besuchen, freuen wir uns jetzt darauf voll bei ‘Light in Africa” einzusteigen.

Zu unserer großen Freude hat sich Heavenlight, die Ergotherapeutin, welche einmal die Woche zu LIA kommt, gestern die Zeit genommen, mit uns zu allen Kinderhäusern zu fahren und uns die behinderten Kinder mit ihren Problemen vorzustellen.
Von nun an wird es unsere Aufgabe sein, während der Woche Übungen mit den Kindern zu machen, um dann jeweils samstags zusammen mit Heavenlight zu besprechen, wie die weitere Planung sein kann.
Allerdings ist anzumerken, dass einige der Kinder so schwer betroffen sind, dass es mit den hiesigen Mitteln nur darum gehen kann, Verschlechterungen und Kontrakturen zu vermeiden und soziale Integration zu fördern.

Wir freuen uns schon sehr auf diese und auf weitere Aufgaben.

Den heutigen zweiten Advent waren wir, wie ihr vermutlich auch, bei Kerzenschein (aber bei uns wegen Stromausfall) verbringen…nur statt des Glühweins und des Stollens wird es bei uns Konyagi und Ananas geben.

In diesem Sinne : Einen schönen zweiten Advent

Bis bald (hoffentlich dann auch mit Fotos)

Josie, Jule und Linda

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